RU-Tag 18.3.2010 – IV: Welche RU-Lehrkräfte haben Zukunft?
Nicht nur der Religionsunterricht und seine Bedingungen haben sich in den vergangenen Jahren verändert, sondern auch dessen Ausbildungs-Curriculum. Konnten sich KatechetInnen früher von der C-Qualifikation über die B-Qualifikation bis zur A-Ausbildung qualifizieren und bis in die Gehaltsgruppe BAT II b aufsteigen, so ist für die EFB-AbsolventInnen nach dem Diplom (Entgeltgruppe 10) Schluss mit beruflicher Weiterentwicklung. Um eine „verbesserte Integration der Religionslehrkräfte in den Lehrkörper der Schulen“ (Salz der Erde, S.39) zu erreichen, brauchen die AbsolventInnen der EFB aber genau das: Qualifizierte Weiterbildung mit der Perspektive auf Augenhöhe mit den staatlichen KollegInnen kooperieren zu können (fächerübergreifender Unterricht).
Wie können AbsolventInnen der EFB auf die steigenden Ansprüche an theologischer und pädagogischer Qualifikation reagieren?
Die Akzeptanz der Lehrkräfte hängt davon ab, dass sie in der Lage sind im aktuellen wissenschaftlichen Diskurs Stand halten zu können. Inhaltlich bedeutet das: Erweiterung der Kenntnisse z.B. in der Auseinandersetzung mit dem Atheismus, Geschichte der Ethik, Kooperationskonzepten, Religion und Kultur, Interreligiösem Lernen und vieles mehr.
Ein berufsbegleitender Master-Studiengang in Kooperation verschiedener Ausbildungsinstitutionen könnte diese Lücke füllen. Im Falle der berufstätigen EFB-AbsolventInnen müsste entsprechend der bewährten Erfahrung mit der damaligen Erweiterten Fachausbildung eine berufsbegleitende Variante angestrebt und ermöglicht werden.
„Die Ansprüche an die theologische und pädagogische Qualifikation aller ehren-, neben- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigen. Dementsprechend wird ihre Fort- und Weiterbildung verstärkt.“ (Salz der Erde, S.58)
